Donnerstag, 29. Oktober 2009

Ab nach Laos ;)

Ich werde heute Nacht mit dem Nachtzug an die Grenze aufbrechen und dann hoffentlich morgen im Laufe des Tages in Pakxe ankommen und Johannes treffen. Mal sehen wie es wird, bisher wurde ich noch nicht getötet ;)
Btw.: Ich führe einen Unterblog: laosbua.wordpress.com

Schöne Grüße Jörg **

Samstag, 24. Oktober 2009

feste Feste feiern wie sie fallen




Puuuhhh....


Die ersten Wochen waeren dann wohl mal geschafft. Simone und ich sind jetzt so ziemlich gute 4 Wochen im schnuckeligen Simpang Empat und fuehlen uns, soweit ich das fuer uns beide beurteilen kann, ziemlich heimisch hier. Mal ueberlegen, wie lassen sich die letzten paar Wochen so beschreiben? Eigentlich war ein bisschen zuviel los fuer so wenige Wochen. Verschnaufspausen nahezu Fehlanzeige. Dieses ist fast schon das erste Wochenende, an dem mal fast nix ist, wohin uns unser lieber Direktor hinschleift oder hinschleifen laesst. Mit fast nix meine ich: Freitagabend lediglich eine etwas dubios-kuriose cultural performace mit Dorfgemeinschaftshausatmosphaere in einem nahegelegenen Oertchen, wo scheinbar nicht die Darbietungen auf der Buehne, sondern unsere weisse Wenigkeit das Highlight des Abends war. Zumindest wenn man die Haeufigkeit betrachtet, mit der wir in jeder Rede erwaehnt wurden... Ich bekam ein Luftballonherz vor laufender Kamera geschenkt und Simone wurde zum Tanzen auf die Buehne gezerrt. ;) Naja, nach einem netten Essen im Rahmen einer indischen Hochzeit gestern abend kann man heute mal so richtig nach Herzenlust den ganzen Tag frei verplanen.

Ueberhaupt ist das mit dem Feiern hier so eine Sache. Vor lauter Feiertagen kommt man kaum zum Arbeiten. Eine Feier jagt die andere, darauf folgen Koch- und Abschiedsabende von Freiwilligen, gespickt mit Einladungen nach irgendwohin. Absagen werden sogleich mit enttaeuschten Gesichtern abgemahnt. Aber wer will bei all den netten Gelegenheiten schon oft absagen? Gelegenheiten neue Leute, neues Essen, neue Braeuche kennenzulernen und unsere neuen Saris anzuziehen, gab es im Uebrigen schon so einige. Eine Mitfreiwillige von uns wurde neulich sogar kurzerhand als Brautjungfer bei einer muslimischen Hochzeit missbraucht. Sie musste das Brautkleid der Braut vom Tag zuvor tragen und fand die ganze Chose glaube ich, sehr amuesant.

Falls es mit unserem Wiedererkennungswert beim Renew naechstes Jahr hapern sollte, seid vorgewarnt: Alles was wir hier bei all den Einladungen tun ist: Essen, essen, essen und nochmals essen. Deepavali (groesstes indisches Fest) hat neulich absolut den Vogel abgeschossen. Nachdem ich die Einladungen des netten alten Kuhhirten hinter unserem Haus und eines Taxifahrers leider absagen musste, blieben immerhin noch sage und schreibe 6 (in Worten: sechs!!!!) Haeuser, die wir an dem Tag abgeklappert haben. Gleich morgens wurden wir von faehigen Haenden in die Saris gewickelt, dann ging's los. In jedem Haus wurde Kurzkonversation gehalten, bevor man zum eigentlichen Essentiell des Tages ueberging:

E-S-S-E-N. Die Mahlzeiten wurden meist mit den Worten: "Don't be shy, you're in Malaysia. Just have more!" eingenommen. An dieser Stelle ein kurzer Einschub: Ach Joerg, waere dies nicht das perfekte Land fuer dich?

Spaetestens am Nachmittag waren wir so abgefuellt, dass wir dachten, nach Hause rollen zu muessen. Gott sei Dank lassen die Saris dank vieler Stofflagen ueber bauchfreien Blusen Platz fuer all die Herrlichkeiten. Der Abend endete schliesslich gegen Mitternacht bei gegrillten Satespiessen (natuerlich NACH dem Abendessen versteht sich) und den lautesten Chinaboellern, die ich meinen armen Ohren bisher zugemutet habe. Zum Relaxen habe ich mich dann die folgenden zwei Tage nach Kuala Lumpur verdrueckt, um ein paar Freunde zu treffen. Simone hat es sich auf der Insel Penang bequem gemacht. Unser zweites "Insel Pangkor"-Wochenende konnte auch nur starten, nachdem der Direktor sichergestellt hatte, dass wir bei einer anderen Feierlichkeit dem Aussenminister die Hand geschuettelt haben.

Selbstverstaendlich sind wir nicht immer nur Zaun- bzw. geladene Gaeste, sondern des Oefteren auch gern mal aktive Teilnehmer. Zu DeepaRaya (Mischung aus dem muslimischen Hari Raya und Deepavali) haben wir uns dazu hinreissen lassen, zusammen mit einigen der Lehrerinnen einen indischen Tanz aufzufuehren. (Ganz genau, an dieser Stelle darf herzlich gelacht werden). Nachdem wir unsere Bedenken, neben den kleinen Tamilinnen auszusehen wie grosse, weisse Elefanten im Porzellanladen, ueber Bord geworfen haben, hatten wir eigentlich auch grossen Spass und einen Dauerohrwurm vom taeglichen Proben. Schliesslich hat bei der Feier in Bethany Home jede Klasse und haben alle Lehrerinnen etwas zu den Darbietungen beigetragen. Alles in allem war es eine tolle und runde Sache.

Nicht ganz so rund waren unsere Gesangskuenste, zu denen wir 5 Maedels (alles Deutsche) an Thanksgiving in der Kirche genoetigt wurden. Naja, Augen zu und durch. Unsere Performance: Ein Kirchenlied, halb deutsch halb englisch, begleitet (auch von uns) auf sogenannten Veeh-Harfen. Danach wurden wir natuerlich wieder mit einem koestlichen indischen Essen belohnt.

Ueberhaupt Kirche: Wenn das so weitergeht, werden wir noch richtig kirchenfest auf unsere alten Tage: Jeden morgen um kurz vor 8 erscheinen wir (zum Wachwerden) zur Morgenandacht, in der zwei englische und ein tamilisches Lied mit noch morgendlich-heiseren Stimmen zu Gitarrenbegleitung geleiert werden. Ein paar Bibelpassagen weiter ist das Spektakel nach 20 min. aber auch schon vorbei und die ersten Schueler trudeln zum Morning Walk ein. Wenn man mal fehlt, machen sich gleich alle Sorgen, ob man vielleicht krank ist. Und wenn man Sonntags da ist, geht man aus der gleichen Hoeflichkeit heraus selbstverstaendlich zum Gottesdienst. Aber der Pastor, der hier am Start ist, ist schon wirklich cool. Gerade Freitag noch hat er eine Lesung mit Geschehnissen aus Star Wars verglichen. Seine Ausfuehrungen endeten mit den Worten: "And if there's anyone who doesn't know the movie: I've got a copy at home!" Auch er war es, der uns neulich bei sich zuhause (trotz Alkoholverbots in Bethany) mit Kokosnussbier und Guinessbier versorgt hat.... Mhhhm...

An dieser genuesslichen Stelle werde ich dann fuer heute auch mal abschliessen. Weitere Ausfuehrungen unseres recht abwechslungsreichen und kulinarischen Lebens in malaysischen Gefilden werden folgen.

Mittwoch, 21. Oktober 2009

out of office

ich bin dann mal weg, schon fast in Laos, alles weitere zu Hause in Deutschland

26.10.-01.11 Laos (Vientiane, Luang Prabang, Ban Pako)
02.11.-06.11 Region Krabi (Inseln, Klettern, Schnorcheln)
07.11.-11.11 Ko Tao, Ko Samui
11.11.-12.11. Bangkok
13.11.-15.11 North of Bangkok (ancient cities)
16.11 Frankfurt Flughafen

Montag, 19. Oktober 2009

Fast in Myanmar - aber nur fast


























Endlich mal wieder ein langes Wochenende – die letzten beiden Tage Urlaub wollen ja auch genommen werden ;-) Sankhlaburi liegt gaaaaaanz im Westen von Thailand und grenzt an Myanmar. Die Grenze ist seit einiger Zeit geschlossen, also keine Angst ich konnte auf keine Dummheiten kommen. Nein nicht “dann aber erst recht” ich habe mich schoen brav verhalten, stand am geschlossenen Grenzuebergang und bin nicht wie die Thais zwischendurch gekrochen! In Myanmar faehrt man uebrigens auf der rechten Strassenseite, wie bei uns (falls es irgendjemand interessiert), das habe ich gesehen auf dem Schild das ueber der Grenze stand.

Ich habe dann burmesisches Essen in Thailand genossen, hat mich sehr an indisches Essen erinnert – nach Myanmar kamen waehrend der britischen Herrschaft ja auch viele Inder als Sklavenarbeiter… das Essen war also lecker, in einen riessen Stausee konnte man vom Anleger des Guesthouses hopsen und schwimmen gehen, die angeblich laengste Holzbruecke Thailands geht









(sorry ich bin etwas verschwitzt auf dem Bild-aber es war auch mal wieder zu heiss!) ueber diesen See und die Landschaft war mal wieder atemberaubend. Das Kaeffsche wurde in der Baeckerei eines Weisenhausen eingenommen, habe also oft etwas gutes getan! (zur Info: in Myanmar geht es ja immernoch heiss her, weshalb viele Eltern ihre Kinder alleine ueber die Grenze schaffen, in Thailand angekommen kuemmert sich natuerlich keiner um sie, ggf. Bordellbesitzer, d.h. gibt es in der Grenzregion viele Weisenhaeuser meist von aelteren europaeischen Damen gefuehrt und mit freiwilligen Jugednlichen aus Europa/Amerika am Laufen gehalten. Der thilaendische Staat interesiert sich nicht so sehr dafuer, da er sonst indirekt das Schleppen von Kindern unterstuetzen wuerde.)

Es wurde kraeftig Roller gefahren (mit Schaltung-hilfe) haben wir aber auch nach einer Weile sehr gut hinbekommen, mehr sage ich dazu nicht sonst machen sich einige Damen in der Familie wieder nur Sorgen. Keine Angst wir waren puenktlich zum Sonnenuntergang mit Sonnenbrand zu Hause!

Und am letzten Tag sind wir doch tatsaechlich um 5:30 aufgestanden, um in der Morgendaemmerung dabei zu sein, wenn die Moenche auf ihre taegliche Tour gehen, um von der bevoelkerung Essen zu bekommen




Mittwoch, 14. Oktober 2009

German Dinner

Wir haben es doch tatsaechlich geschafft einen Abend fuer unsere Thai Freunde Deutsch zu kochen. Ok, wir haben keinen Backofen, nur eine Herdplatte mit Topf und nur Besteck als Kochutensilien und eine Vegetarierin. Nun fragt ihr euch zurecht was es wohl gab.

Also angefangen hat der Abend eigentlich damit, dass die Thais eine Stunde zu frueh kamen, und wir zu allem Ueberfluss eine Einkaufstuete nicht mehr finden konnten. Melenke rennt zum Supermarkt, ich leite die Thais in deutschem Schnippeln an. Joerg (auch ein Deutscher) manscht Hackfleisch, mit altem Baguette und Eiern - was das wohl gibt? 1 Liter Milch wird warm gemacht und ein Paeckchen reingeschuettet. Und dann die Bohnen ( wir konnte eine zweite Herdplatte organsieren !!!). Melenke ist zurueck und pellt Kartoffeln…

Und eraten?

German Menue:

  • Gemischter Salat
  • Frikadellen mit Kartoffelbrei (leider nur aus dem Paeckchen da wir sonst noch was zum Stampfen haetten kaufen muessen, die Sosse dazu haben wir leider im Eifer des Gefechts vergessen zu machen)
  • Kartoffelsalat a la Norddeutschland (mit Miracel Whip – Bruehwuerfel schmecken hier furchtbar, ein Schwaebischer war also nicht zu machen) dazu gabs Wienerwuerstchen
  • Bohnengemuese

Ich habe mir verkniffen zu sagen, dass bei meiner Grossmutter im Schwarzwald einfach ALLES viel besser schmeckt!

Die Thais haben tapfer gegessen, aber zu unserem grossen Unverstaendnis, die gute alte Apfelsaftschorle verschmaeht. Das gibt mir echt Raetsel auf!

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Einmal Paradies und zurueck

3 Stunden Bus, 1 Stunde Boot und schon spuert man den weissen warmen Sand unter seinen Fuessen, kann eine Massage unter leicht wehenden Lueftchen geniessen und einfach mal gar nichts tun...

Endlich habe ich es nach Ko Samet geschafft! Juhuu

Eine kleine, unter Naturschutz stehende Insel im Golf von Thailand. Zum Glueck ist Nebensaison und die Straende waren leer, es war so ruhig dass man sogar Voegel zwitschern gehoert hat (der Gehoersinn funktioniert also trotz der eintoenigen Beschallung des Bangkoker Strassenlaerms noch 1a). Es war einfach unglaublich schoen, vom Arbeitsalltag an einen paradiesischen Strand zu entfliehen auch wenn wir gerade mal 26 Stunden den Strand geniessen konnten - man muss auch hier montags arbeiten, komisch oder?