Montag, 28. September 2009
Thai Dress-Code
Montag: gelb
Dienstag: pink
Freitag: hellblau
man brucht sich also nur Gedanken ueber Mittwoch uns Donnerstag machen. Ein Witz? Nein das GANZE Land maht mit, vom GTZ Mitarbeiter, ueber Offizielle bis hin zur Putzfrau (Poloshirts mit koeniglichem Wappen). Die koeniglichen Farben werden 3x die Woche getragen! Leider wurde mir mein gelbes Poloshirt mit gold-klizerndem Wappen im boesen boesen Indien geklaut, als ich in einem von Thai gefuehrten Guesthouse meine Waesche abgegeben habe...
Donnerstag, 24. September 2009
Mitfahrgelegenheit: Thai Police, Kosten: Gruppenfoto
Ich wurde gewarnt von Thai Kollegen, die mich wohl mittlerweile ziemlich gut einzuschaetzen wissen: “don’t go too close to the border, there are too many military forces, don’t get into trouble”. Ähm ja, also das kam dann natuerlich doch alles so wie es kommen muss, wenn ich mich in der Grenzregion auf Wanderschaft begebe…
Nach 11 Stunden Nachtbusfahrt, sind wir (Thea und ich) erst einmal durch den Wald in die Berge gewandert zu einem Hilltribe/Minderheit, den Akha. Ohne Wegweiser, frei der Schnautze nach (unfreiwillig wir dachten es wird wohl Wegweiser geben, wenn das Dorf im Reisefuehrer empfohlen wird – manchmal sollte man einfach nicht denken). Eine Machete waere manchmal ganz gut gewesen und richtige Wanderschuhe, aber naja, nach 2 Stunden den Wald hochirren haben wir tatsaechlich ein Dorf in der Landschaft entdeckt, und sind sogar beim Abstieg direkt vor dem Guesthouse angekommen! Alle Strassen waren dann aber so steil, dass wir es freiwillig nur noch in eine Teeplantage geschafft haben. Als hartten wir gewusst was uns den naechsten Tag erwartet!
Wir haben uns natuerlich so weit wie Moeglich in der Grenzregion einquartiert. Ist doch klar! In Mae Salong (1.300 m), fast schon in Myanmar. Die Gegend ist wirklich wunderschoen – Tee- und Kaffeeplantagen, eine unglaubliche Aussicht uber die Berge der Region Chiang Rai und nicht zu vergessen das angenehme Klima (man muss abends Socken anziehen). Mae Salon gist uebrigens das groesste chinesische Dorf in Nordthailand, das Essen ganz anders, ueberall chinesische Schriftzeichen und Teeshops.
Also wir sind dann morgens um 8 Uhr losgewandert um eine 16 km Tour zu machen, mit Karte vom netten Chef des Guesthouses, wir waren total uebermotiviert, schliesslich hatten wir ja jetzt eine Karte. Ja aber wir haben beschlossen die Tour anders rum zu machen, damit wir uns noch Snacks kaufen koennen (5 Minuten wieder zuruecklaufen war natuerlich nicht drin). Naja nach ca. 4 km mussten wir nach rechts abbiegen, sind wir auch, nur es war eben eine Kreuzung mit 3x rechts, wir hatten uns wohl fuer das falsche entschieden, wie uns 2 Stunden spaeter von einer netten Omi mitgeteilt wurde. Also alles wieder zurueck – wir muessen fertig ausgesehen haben, ein Polizeiauto (Drogenkontrolle von Einheimischen weil wir uns in der Schmuggelregion schlecht hin aufgehalten hatten) hat uns dann ganz vorsichtig im vorbeifahren gefragt ob sie uns mitnehmen sollen. OH JAA, so kamen wir also in den Genuss, hinten auf der Ladeflaeche der Thai-Border-Police mitzufahren. Die Polizisten fanden es natuerlich noch besser als wir, es wurden mehrere Gruppenbilder mit uns geschossen, weils so schoen war. Und dann haben sie gaaaaanz grosse Augengemacht als wir ihnen eroeffnet haben, dass wir nun noch unsere Tour (es waren noch 12km machen warden). Kann es selbst kaum fassen, es ging naemlich bergauf, steil bergauf und die Sonne hat gebruzelt, und es ging weiter bergauf und dann ins Tal tief hinab, und dann wieder bergauf (wenn man die Tour richtig rum gemacht haette, dann waere es also praktisch nur bergab gegangen). Die letzten 3 Kilometer wurden wir dann wieder von einem Pick-Up eingeholt. Ach ja, habe ich schon erwaehnt, dass ich ganz am Anfang der Tour meinte ich muesste von einem kleinen Felsen runterhuepfen? Nein? Das mache ich nir nie wieder in meinem Leben, ganz bestimmt nicht. Denn wenn man danach noch 7 Stunden laeuft dann braucht man eine 2 Stunden Thai Massage, damit man wieder gerade ist!
Mittwoch, 23. September 2009
Im Dschungel von Indien???
So, jetzt haben Simone und ich es auch geschafft und sind seit ner guten Woche in Malaysia. Im Projekt sind wir eigentlich erst seit gestern, wollen euch aber schon mal mit den ersten News versorgen. Wir sind letztendlich letzte Woche zusammen hierher geflogen und haben erstmal noch eine Woche Urlaub auf der Insel Pangkor (Ostkueste) gemacht. Nachdem wir uns dort den ersten Sonnenbrand am traumhaften, palmenumsaeumten Strand geholt haben, haben wir nach und nach erste Dschungelerfahrungen (BluteKKel!!!!) gesammelt und uns langsam an die einheimische Kueche rangetastet. Naja, wobei.... Bis vor kurzem war hier noch Ramadan und wir mussten etwas Hunger leiden. Die Restaurants waren quasi alle zu und fast kein Tourist weit und breit zu sehen. Am Wochenende war aber auch das vorbei, als zum hoechsten islamischen Festtag (Hari Raya Aidilfitri) saemtliche indische, chinesische, malaiische Familien mit Horden von Kindern angeschlappt kamen. Vorbei mit der schoenen Ruhe.... Die Ruhe haben wir dann im Dschungel gesucht. Jedoch war der Weg irgenwann weg. Hmmm? Naja... Da Wege dadurch entstehen, indem man sie geht und wir keinen Bock hatten unser Vorhaben der Inseldurchquerung aufzugeben, haben wir kurzerhand einen stabilen Ast zur Machete umfunktioniert und uns im wahrsten Sinne des Wortes durchgeschlagen. Puhhh.... Von all den Stachelpflanzen zerkratzt, den Unmengen von Muecken zerstochen, den Blutegeln nahezu ausgesaugt, begleitet von einem Tinnitus, den uns irgendwelche Zikaden (???) ins Ohr gesetzt haben, fielen wir nach einigen Stunden entsprechend aussehend aber uns gluecklich in die Arme fallend auf eine asphaltierte Strasse. Juchhuu! Haetten wir geahnt, wie verzweifelt wir uns durch den Schlamm und das Dickicht robben muessen, wir waeren wohl doch eher umgekehrt.
Nunja, nach einigen erholsamen Strandtagen sind wir dann auch soweit wieder hergestellt und nun, wie gesagt, im Bethany Home angekommen. Nachdem wir den ersten kleinen Schock ueberwunden haben ("Ihr schlaft dann im 12-Bett-Dorm, ok-lah?"), in dem ausser uns dann Gott sei Dank doch nur zwei nette Inderinnen schlafen, haben wir uns dann heute mit dem Team und den Raeumlichkeiten vertraut gemacht. Das Team: ist supernett, aber: Sind wir aus Versehen doch in Indien? Unter den 35 Lehrerinnen, die wir heute morgen bei einer Fortbildung gezaehlt haben, waren 35 Inderinnen, die in Tamil durcheinanderquatschten. Wegen der vielen Volunteers spricht man im Team allerdings Englisch. Mit den Kindern hier selbstverstaendlich Malaiisch. Und die Kinder (die hauptsaechlich chinesischer Herkunft sind) mit ihren Eltern Chinesich (um das Quartett zu komplettieren). Noch Fragen zum Thema "multiethnisch"? Die Raeumlichkeiten: Wir sind begeistert! Unser erstes Projekt wird wahrscheinlich wohl der "Snoezelraum", eine Art Entspannungsraum. ;) Ansonsten gibt hier ganz viel tolles Material und viele verschiedene Moeglichkeiten. Die Freiwilligen haben in den vergangenen Jahren wirklich einiges geleistet. Momentan sind hier ausser uns noch einige andere Deutsche, eine Japanerin und zwei Finnen. Fotos von hier und der idyllischen Umgebung folgen noch. Der Ort hier, der Simpang Empat heisst (was Vier Kreuzungen bedeutet) sieht auch so aus. Sprechen wir also lieber von Strasse als von Ort....
Soweit erstmal. Ganz liebe Gruesse von hier nach ueberall hin und bis demnaechst,
Simone und Svenja
Montag, 14. September 2009
Heute gibt es in der Region, wo die einst staregische Eisenbahn nach Myanmar gebaut wurde viele viele Kriegsgedenkstaetten, und sattes gruen in Nationalparks mit wunderbare Wasserfaellen, und vor allem Ruhe von den nur 2 Stunden entfernten Megacity Bangkok! Bis zum Sonnenuntergang Radfahren durch Karstlandschaften und Reisfelder, und im Wasserfall baden war wirklich sehr sehr schoen... nun eine Woche spaeter mit einem heissen, extrem humiden Wochenende in Bangkok, bin ich muede und schlapp und ausgelaugt. Kommt davon wenn man eine Woche lang jeden Tag 10 Stunden arbeitet... dafuer habe ich naechste Woche 2 Tage Urlaub :-)