Donnerstag, 24. September 2009

Mitfahrgelegenheit: Thai Police, Kosten: Gruppenfoto

Ich wurde gewarnt von Thai Kollegen, die mich wohl mittlerweile ziemlich gut einzuschaetzen wissen: “don’t go too close to the border, there are too many military forces, don’t get into trouble”. Ähm ja, also das kam dann natuerlich doch alles so wie es kommen muss, wenn ich mich in der Grenzregion auf Wanderschaft begebe…

Nach 11 Stunden Nachtbusfahrt, sind wir (Thea und ich) erst einmal durch den Wald in die Berge gewandert zu einem Hilltribe/Minderheit, den Akha. Ohne Wegweiser, frei der Schnautze nach (unfreiwillig wir dachten es wird wohl Wegweiser geben, wenn das Dorf im Reisefuehrer empfohlen wird – manchmal sollte man einfach nicht denken). Eine Machete waere manchmal ganz gut gewesen und richtige Wanderschuhe, aber naja, nach 2 Stunden den Wald hochirren haben wir tatsaechlich ein Dorf in der Landschaft entdeckt, und sind sogar beim Abstieg direkt vor dem Guesthouse angekommen! Alle Strassen waren dann aber so steil, dass wir es freiwillig nur noch in eine Teeplantage geschafft haben. Als hartten wir gewusst was uns den naechsten Tag erwartet!

Wir haben uns natuerlich so weit wie Moeglich in der Grenzregion einquartiert. Ist doch klar! In Mae Salong (1.300 m), fast schon in Myanmar. Die Gegend ist wirklich wunderschoen – Tee- und Kaffeeplantagen, eine unglaubliche Aussicht uber die Berge der Region Chiang Rai und nicht zu vergessen das angenehme Klima (man muss abends Socken anziehen). Mae Salon gist uebrigens das groesste chinesische Dorf in Nordthailand, das Essen ganz anders, ueberall chinesische Schriftzeichen und Teeshops.

Also wir sind dann morgens um 8 Uhr losgewandert um eine 16 km Tour zu machen, mit Karte vom netten Chef des Guesthouses, wir waren total uebermotiviert, schliesslich hatten wir ja jetzt eine Karte. Ja aber wir haben beschlossen die Tour anders rum zu machen, damit wir uns noch Snacks kaufen koennen (5 Minuten wieder zuruecklaufen war natuerlich nicht drin). Naja nach ca. 4 km mussten wir nach rechts abbiegen, sind wir auch, nur es war eben eine Kreuzung mit 3x rechts, wir hatten uns wohl fuer das falsche entschieden, wie uns 2 Stunden spaeter von einer netten Omi mitgeteilt wurde. Also alles wieder zurueck – wir muessen fertig ausgesehen haben, ein Polizeiauto (Drogenkontrolle von Einheimischen weil wir uns in der Schmuggelregion schlecht hin aufgehalten hatten) hat uns dann ganz vorsichtig im vorbeifahren gefragt ob sie uns mitnehmen sollen. OH JAA, so kamen wir also in den Genuss, hinten auf der Ladeflaeche der Thai-Border-Police mitzufahren. Die Polizisten fanden es natuerlich noch besser als wir, es wurden mehrere Gruppenbilder mit uns geschossen, weils so schoen war. Und dann haben sie gaaaaanz grosse Augengemacht als wir ihnen eroeffnet haben, dass wir nun noch unsere Tour (es waren noch 12km machen warden). Kann es selbst kaum fassen, es ging naemlich bergauf, steil bergauf und die Sonne hat gebruzelt, und es ging weiter bergauf und dann ins Tal tief hinab, und dann wieder bergauf (wenn man die Tour richtig rum gemacht haette, dann waere es also praktisch nur bergab gegangen). Die letzten 3 Kilometer wurden wir dann wieder von einem Pick-Up eingeholt. Ach ja, habe ich schon erwaehnt, dass ich ganz am Anfang der Tour meinte ich muesste von einem kleinen Felsen runterhuepfen? Nein? Das mache ich nir nie wieder in meinem Leben, ganz bestimmt nicht. Denn wenn man danach noch 7 Stunden laeuft dann braucht man eine 2 Stunden Thai Massage, damit man wieder gerade ist!

1 Kommentar:

  1. geilomat und ich dachte immer ich baue scheiße *g* total super aktion doro ;) könnte ich noch richtig wandern, dann würde ich mir wünschen ich wäre dabei gewesen :)) wie kann eine tour eigentlich immer bergab gehen? oder nur bergauf? btw. ich finde bergauf nicht so fies wie bergab (zumindest für die knie)...

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