Hallo ihr Lieben!
So, jetzt haben Simone und ich es auch geschafft und sind seit ner guten Woche in Malaysia. Im Projekt sind wir eigentlich erst seit gestern, wollen euch aber schon mal mit den ersten News versorgen. Wir sind letztendlich letzte Woche zusammen hierher geflogen und haben erstmal noch eine Woche Urlaub auf der Insel Pangkor (Ostkueste) gemacht. Nachdem wir uns dort den ersten Sonnenbrand am traumhaften, palmenumsaeumten Strand geholt haben, haben wir nach und nach erste Dschungelerfahrungen (BluteKKel!!!!) gesammelt und uns langsam an die einheimische Kueche rangetastet. Naja, wobei.... Bis vor kurzem war hier noch Ramadan und wir mussten etwas Hunger leiden. Die Restaurants waren quasi alle zu und fast kein Tourist weit und breit zu sehen. Am Wochenende war aber auch das vorbei, als zum hoechsten islamischen Festtag (Hari Raya Aidilfitri) saemtliche indische, chinesische, malaiische Familien mit Horden von Kindern angeschlappt kamen. Vorbei mit der schoenen Ruhe.... Die Ruhe haben wir dann im Dschungel gesucht. Jedoch war der Weg irgenwann weg. Hmmm? Naja... Da Wege dadurch entstehen, indem man sie geht und wir keinen Bock hatten unser Vorhaben der Inseldurchquerung aufzugeben, haben wir kurzerhand einen stabilen Ast zur Machete umfunktioniert und uns im wahrsten Sinne des Wortes durchgeschlagen. Puhhh.... Von all den Stachelpflanzen zerkratzt, den Unmengen von Muecken zerstochen, den Blutegeln nahezu ausgesaugt, begleitet von einem Tinnitus, den uns irgendwelche Zikaden (???) ins Ohr gesetzt haben, fielen wir nach einigen Stunden entsprechend aussehend aber uns gluecklich in die Arme fallend auf eine asphaltierte Strasse. Juchhuu! Haetten wir geahnt, wie verzweifelt wir uns durch den Schlamm und das Dickicht robben muessen, wir waeren wohl doch eher umgekehrt.
Nunja, nach einigen erholsamen Strandtagen sind wir dann auch soweit wieder hergestellt und nun, wie gesagt, im Bethany Home angekommen. Nachdem wir den ersten kleinen Schock ueberwunden haben ("Ihr schlaft dann im 12-Bett-Dorm, ok-lah?"), in dem ausser uns dann Gott sei Dank doch nur zwei nette Inderinnen schlafen, haben wir uns dann heute mit dem Team und den Raeumlichkeiten vertraut gemacht. Das Team: ist supernett, aber: Sind wir aus Versehen doch in Indien? Unter den 35 Lehrerinnen, die wir heute morgen bei einer Fortbildung gezaehlt haben, waren 35 Inderinnen, die in Tamil durcheinanderquatschten. Wegen der vielen Volunteers spricht man im Team allerdings Englisch. Mit den Kindern hier selbstverstaendlich Malaiisch. Und die Kinder (die hauptsaechlich chinesischer Herkunft sind) mit ihren Eltern Chinesich (um das Quartett zu komplettieren). Noch Fragen zum Thema "multiethnisch"? Die Raeumlichkeiten: Wir sind begeistert! Unser erstes Projekt wird wahrscheinlich wohl der "Snoezelraum", eine Art Entspannungsraum. ;) Ansonsten gibt hier ganz viel tolles Material und viele verschiedene Moeglichkeiten. Die Freiwilligen haben in den vergangenen Jahren wirklich einiges geleistet. Momentan sind hier ausser uns noch einige andere Deutsche, eine Japanerin und zwei Finnen. Fotos von hier und der idyllischen Umgebung folgen noch. Der Ort hier, der Simpang Empat heisst (was Vier Kreuzungen bedeutet) sieht auch so aus. Sprechen wir also lieber von Strasse als von Ort....
Soweit erstmal. Ganz liebe Gruesse von hier nach ueberall hin und bis demnaechst,
Simone und Svenja
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